Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Recycling von Ton in deiner Keramikwerkstatt
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Der Schritt-für-Schritt-Prozess zum Recyceln von Ton
Im Folgenden erklären wir dir, wie du übrig gebliebenen Ton in deiner Werkstatt recyceln kannst:
1. Die Tonreste vorbereiten
Zuerst sammelst du alle trockenen Tonreste und gibst sie in einen Eimer. Dann bedeckst du sie mit sauberem Wasser, bis alles gut bedeckt ist. Nach ein paar Tagen zerfällt der Ton und wird zu einem breiigen Schlicker.
Ein kleiner Trick: Drücke den Schlicker mit einem Krug/Krugrand nach unten, damit das überschüssige Wasser nach oben steigt und du es leicht abgießen kannst.
Der folgende Clip zeigt die typischen Tonspäne, die nach dem Abdrehen mit Töpferwerkzeugen übrig bleiben:
2. Den Ton ausbreiten
Wenn du eine weiche, matschige Masse hast, ist es Zeit, sie auf einer Gipsplatte (Gipsbat) auszubreiten. Die Idee dahinter: Der Gips nimmt das überschüssige Wasser auf, und der Ton trocknet gleichmäßig an.

Am besten wendest du die Tonplatte zwischendurch, damit sie von beiden Seiten gleichmäßig anzieht und fester wird.
3. Kneten und Lagern
Sobald du merkst, dass der Ton fest genug ist, nimmst du ihn von der Gipsplatte herunter und knetest ihn gründlich durch.
Bild eines Gips-Tisches/einer Gipsplatte zum Kneten.
Du kannst einen Schneidedraht verwenden, um den Ton in Scheiben zu schneiden und zu kontrollieren, ob alles gut durchmischt ist. Danach wickelst du den Ton in Plastik ein und lagerst ihn, bis du ihn wieder brauchst. Jetzt hast du „neuen“ Ton für deine nächsten Projekte!
Zusätze, um recycelten Ton zu verbessern
Wir erwähnen es hier nur kurz, weil es dazu noch einen eigenen Beitrag geben wird.
Wenn du deinem recycelten Ton einen besonderen Charakter geben möchtest, kannst du einige Zusätze einarbeiten:
- Zerkleinerte Porzellanscherben, um die Textur zu verfeinern
- Feldspat, um die Masse geschmeidiger zu machen
- Schamotte, wenn du einen widerstandsfähigeren, groberen Scherben brauchst