Texturen im Ton: Materialien, die du untermischen kannst
Share
Texturen in den Ton einarbeiten
Man kann verschiedene Materialien in die Tonmasse einarbeiten, um die Textur der Keramik zu verändern.
Sehr typisch ist es, dem Ton Schamotte zuzusetzen, um die Widerstandsfähigkeit und die Oberflächentextur der Masse zu erhöhen. Neben Schamotte kann man aber auch andere Materialien hinzufügen:
Feldspat:
In Irdenware eingesetzt, erzeugt Feldspat kleine, weiche Erhebungen an der Oberfläche.
Tipp: Feldspat beginnt bei hohen Brenntemperaturen zu schmelzen und kann so interessante Effekte auf der Oberfläche entstehen lassen.
Sande:
Die Mischungen, die dadurch entstehen, kann man zum Beispiel für Skulpturen verwenden. Die Wirkung hängt dabei von der Art und der Menge des verwendeten Sands ab. Wie so oft ist es eine Frage von Geduld und Versuch-und-Irrtum, bis du deine ganz persönliche Mischung gefunden hast.
Getrocknetes Porzellan:
Wenn du trockene Porzellanmasse nimmst und sie in kleine Stücke zerbrichst, kannst du sie dem Ton beimischen und so eine härtere Masse erzeugen. Nach dem Brand erscheinen interessante kleine Erhebungen an der Oberfläche. Auch hier gilt: probieren, scheitern, neu mischen – bis du etwas findest, das dich wirklich überzeugt.
Molochit:
Man kann feines oder grobes Molochit zusetzen. Die grobe Variante wird meist für große Skulpturen verwendet. Das feine Molochit wirkt ähnlich wie Schamotte, wie wir am Anfang des Beitrags erwähnt haben, erhält aber einen helleren, eher weißen Farbton.
Tipp: Wenn du mit weißem Ton arbeitest, ist es besser, Molochit statt Schamotte zu verwenden, damit der weiße Ton seine helle Farbe behält.
Feuerfeste Materialien:
Auch wenn sie bei üblichen Hochbrandtemperaturen nicht schmelzen, können sie mit dem Ton vermischt werden und interessante Effekte erzeugen. Manche Keramiker schleifen die Oberfläche nach dem Brand und erhalten so eine felsige, steinartige Struktur. Experimentiere und spiele mit den Ergebnissen.
Wie du siehst, geht es die ganze Zeit ums Ausprobieren… Das braucht Zeit und Geduld, und man sollte Tests dann machen, wenn es der Arbeitsrhythmus erlaubt. Das Schöne daran ist, sich bewusst zu machen, dass die Welt der Keramik unendlich ist – selbst nach vielen Jahren wirst du immer noch weiter testen. Und jedes Mal, wenn du etwas wirklich Eigenes erreichst, entsteht ein einzigartiges, exklusives Ergebnis, das deine persönliche Handschrift trägt.