Cómo elegir herramienta de retorneado para cerámica

Welches Abdrehwerkzeug für Keramik ist das richtige?

Welches Abdrehwerkzeug für Keramik ist das richtige?

Die Wahl eines Abdrehwerkzeugs scheint zunächst einfach – bis man die vielen unterschiedlichen Größen, Formen und Materialien entdeckt. Einige Werkzeuge eignen sich besser zum schnellen Abtragen größerer Tonmengen, während andere ideal sind, um den Fußring auszuarbeiten, Rundungen zu formen oder schmale Bereiche zu erreichen.

Es gibt nicht das eine Abdrehwerkzeug, das für jedes Keramikstück gleichermaßen geeignet ist. Die beste Wahl hängt vor allem von der Größe und Form des Werkstücks, der gewünschten Präzision und dem Härtegrad des Tons beim Abdrehen ab.

Worauf sollte man bei der Wahl eines Abdrehwerkzeugs achten?

Bevor man sich für ein bestimmtes Modell entscheidet, sollte man vier grundlegende Aspekte berücksichtigen:

  • Das Material des Werkzeugs
  • Die Größe des Schneidkopfs
  • Die Form der Schneiden
  • Die Art der Keramikstücke, die man normalerweise abdreht

Mit einem großen Abdrehwerkzeug lassen sich breite Flächen schneller bearbeiten. Ein kleineres Werkzeug bietet dagegen mehr Kontrolle bei feinen Details, schmalen Fußringen und schwer zugänglichen Bereichen.

Herkömmlicher Stahl oder Wolframkarbid?

Traditionelle Abdrehwerkzeuge für Keramik werden meist aus unterschiedlichen Stahlsorten gefertigt. Sie sind relativ stoßfest und eignen sich für die meisten alltäglichen Abdreharbeiten. Ihre Schneiden nutzen sich jedoch nach und nach ab und müssen häufiger geschärft oder ersetzt werden. Für Anfänger kann ein Werkzeug aus herkömmlichem Stahl vollkommen ausreichend sein.

Abdrehwerkzeuge aus Wolframkarbid, auch Hartmetall genannt, behalten ihre scharfe Schneide wesentlich länger und ermöglichen saubere, präzise Schnitte – selbst wenn der Ton bereits relativ fest geworden ist. Daher sind sie besonders interessant für Keramikerinnen und Keramiker, die häufig abdrehen oder ein besonders langlebiges Werkzeug suchen.

Hinweis: Wolframkarbid ist härter als Stahl, aber auch weniger flexibel. Hartmetallwerkzeuge sollten nicht als Hebel verwendet, seitlich verdreht oder auf den Boden fallen gelassen werden. Außerdem empfiehlt es sich, die Werkzeuge so aufzubewahren, dass ihre Schneiden nicht gegeneinanderschlagen.

Die richtige Größe des Abdrehwerkzeugs

Die Größe des Werkzeugs sollte in einem angemessenen Verhältnis zur Größe des Keramikstücks stehen.

Kleine Abdrehwerkzeuge eignen sich besonders gut für:

  • Tassen, Becher und andere kleine Stücke
  • Schmale Fußringe
  • Rillen und feine Details
  • Arbeiten, die ein hohes Maß an Kontrolle erfordern

Mittelgroße Werkzeuge sind meist die vielseitigste Wahl für den täglichen Gebrauch. Mit ihnen lassen sich Schalen, Teller, Vasen und viele andere Keramikstücke in üblichen Größen abdrehen.

Große Abdrehwerkzeuge erleichtern die Bearbeitung von Servierplatten, großen Tellern, Pflanzgefäßen und anderen Stücken mit größerem Durchmesser. Da sie bei jedem Zug eine größere Fläche abdecken, helfen sie dabei, gleichmäßige, durchgehende Formen zu erzeugen und die Anzahl der notwendigen Bewegungen zu reduzieren.

Die richtige Form der Schneide wählen

Die Geometrie eines Abdrehwerkzeugs beeinflusst sowohl die erreichbaren Bereiche als auch die Art des Schnitts.

Abgerundete Formen

Gebogene Schneiden passen sich gut an Schalen, Vasen und runde Profile an. Sie eignen sich außerdem dazu, weiche Übergänge zwischen der Wand und dem Boden eines Keramikstücks zu schaffen.

Für breite, gewölbte Flächen ermöglichen Modelle wie der BIG LOOP lange und gleichmäßige Züge. Wird ein noch größeres Werkzeug benötigt, kann der SPIRAL XL besonders angenehm für große Stücke und abgerundete Formen sein.

Gerade und kantige Formen

Gerade Schneiden eignen sich zum Ebnen von Böden, zum Definieren von Wänden und zum Erzeugen deutlicherer Übergänge zwischen verschiedenen Flächen.

Der TRAPEZIUM kombiniert mehrere Schneidrichtungen in einer kantigen Geometrie. Er ist eine vielseitige Wahl für alle, die sowohl ebene Flächen als auch Übergänge, Böden und klar definierte Profile bearbeiten möchten.

Der BIG D verbindet ebenfalls einen geraden Bereich mit einer gebogenen Schneide. Durch seine Größe eignet er sich für breite Flächen und bietet gleichzeitig Kontrolle am Übergang zwischen Boden und Wand.

Auch der COBRA und der COBRA XL eignen sich sehr gut für diese Arbeiten.

Schmale und hakenförmige Werkzeuge

Schmale Abdrehwerkzeuge erreichen Bereiche, in denen eine breite Schlinge unhandlich oder zu groß sein kann. Sie sind besonders hilfreich, um den Fußring zu definieren, eine Rille zu vertiefen oder einen Innenwinkel sauber auszuarbeiten.

Der COBRA besitzt ein langes, schmales Profil, mit dem diese Stellen leichter erreichbar sind. Der COBRA XL basiert auf demselben Konzept, ist jedoch größer und für umfangreichere Werkstücke oder Arbeiten mit größerer Reichweite gedacht.

Dreieckige oder flügelförmige Werkzeuge

Eine spitzere Geometrie ermöglicht präzises Arbeiten an Richtungswechseln, Kanten und bestimmten Bereichen eines Keramikstücks.

Das Abdrehwerkzeug WING ist eine gute Wahl, wenn ein kontrollierter Schnitt und eine gute Sicht auf den Kontaktpunkt wichtig sind. Seine Form eignet sich sowohl zum Definieren ebener Flächen als auch zum Arbeiten rund um den Fußring.

Einseitiges oder doppelseitiges Abdrehwerkzeug?

Doppelseitige Abdrehwerkzeuge vereinen zwei unterschiedliche Geometrien in einem Werkzeug: eine gerade und eine abgerundete Schneide. Sie sind eine praktische Alternative für alle, die weniger Werkzeuge auf dem Arbeitstisch liegen haben möchten oder schnell zwischen allgemeinen Abdreharbeiten und präziseren Aufgaben wechseln wollen.

Der DOUBLE LOOP „S“ wurde für kleine Keramikstücke, Details und schmale Bereiche entwickelt. Durch seine kompakte Größe lassen sich kleine Tonmengen mit sehr guter Kontrolle abtragen. Unserer Meinung nach ist er eines der am meisten unterschätzten Abdrehwerkzeuge.

Der DOUBLE LOOP „M“ bietet eine größere Arbeitsfläche und kann als vielseitiges Werkzeug für mittelgroße Stücke und alltägliche Abdreharbeiten verwendet werden. Er gehört zu den vielseitigsten Modellen unseres Sortiments.

Ist ein einziges Abdrehwerkzeug ausreichend?

Für den Einstieg genügt normalerweise ein vielseitiges, mittelgroßes Werkzeug. Modelle wie der TRAPEZIUM, der DOUBLE LOOP „M“, der BIG LOOP oder der COBRA können jeweils einen großen Teil der üblichen Abdreharbeiten abdecken.

Sobald speziellere Anforderungen entstehen, ist es sinnvoll, ergänzende Formen hinzuzunehmen. Ein kleines Werkzeug bietet mehr Präzision, ein großes beschleunigt die Bearbeitung breiter Flächen und eine schmale Geometrie erleichtert den Zugang zum Fußring und zu schwer erreichbaren Stellen.

Erfahrene Keramikerinnen und Keramiker können ihre Sammlung nach und nach erweitern. Der Zeitaufwand für das Abdrehen und die Vielfalt der bearbeiteten Formen rechtfertigen häufig den Einsatz mehrerer spezialisierter Werkzeuge.

Das richtige Werkzeug hängt auch von der eigenen Arbeitsweise ab

Zwei Personen können dasselbe Keramikstück mit vollkommen unterschiedlichen Werkzeugen abdrehen. Wir finden diesen Aspekt besonders faszinierend, und er überrascht uns immer wieder.

Der Winkel der Hand, die Schnittrichtung, die Abdrehtechnik, persönliche Vorlieben und der Härtegrad des Tons können das Ergebnis beeinflussen.

Bei der Wahl eines Abdrehwerkzeugs sollte man deshalb vor allem an die Stücke denken, die man am häufigsten herstellt. Stark vereinfacht gesagt: Wer hauptsächlich kleine Tassen fertigt, hat andere Anforderungen als jemand, der große Servierplatten oder voluminöse Vasen abdreht.

Das richtige Abdrehwerkzeug ist dasjenige, mit dem sich der Ton kontrolliert abtragen lässt, ohne die Form des Stücks zu beeinträchtigen, und mit dem man bequem arbeiten kann. In vielen Fällen ist die Kombination aus einem vielseitigen Abdrehwerkzeug und einem stärker spezialisierten Modell die praktischste Lösung.

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